Februar Ausgabe
Herzlich willkommen beim Newsletter der EKBO

Er erscheint jeden ersten Donnerstag im Monat und informiert über Positionen der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) zu gesellschaftlichen, politischen und ethischen Fragen.
Diese Positionen sind nicht beliebig – sie gründen auf biblischer Auslegung, theologischer Reflexion und demokratisch legitimierten Beschlüssen unserer kirchlichen Gremien. Wir zeigen, wie Kirche heute in der Gesellschaft wirkt – und stellen Menschen und Arbeitsfelder vor, die unsere Kirche prägen.

Jeden Monat haben wir einen anderen Schwerpunkt. Dieser Newsletter widmet sich den Weiterentwicklungen der Arbeit seit der Veröffentlichung der ForuM-Studie vor zwei Jahren. Er beleuchtet die Konsequenzen für Aufarbeitung und Prävention in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO).

Verantwortung übernehmen – Schutz stärken – Umgang mit sexualisierter Gewalt in der EKBO

Bild zum Thema
Vor zwei Jahren wurde die ForuM-Studie veröffentlicht. Sie ist die bislang umfassendste systematische Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der Evangelischen Kirche in Deutschland – an der auch die EKBO beteiligt war. Die unabhängige Studie macht deutlich: Sexualisierte Gewalt war nicht nur das Versagen einzelner Täter, sondern wurde durch institutionelle Strukturen begünstigt.
POSITION DES BISCHOFS
Aufarbeitung ist Pflicht – Prävention unsere Zukunft

„Eine glaubwürdige Kirche entsteht nur dort, wo wir Gewalt benennen, Verantwortung übernehmen und alles daransetzen, sie künftig zu verhindern.“
Bischof Christian Stäblein

Die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt bleibt zentrale Aufgabe unserer Kirche. Betroffene stehen an erster Stelle – Zuhören ist Pflicht, Verantwortung unser Maßstab. Nur konsequente Aufarbeitung und Prävention schaffen Vertrauen und Zukunft.

BLICK IN DIE BIBEL
Gewalt benennen –
Bibeltexte verantwortungsvoll lesen
Bibeltexte verantwortungsvoll lesen
Biblische Texte verschweigen Gewalt nicht. Entscheidend ist, wie wir sie lesen: machtkritisch, traumasensibel und mit Blick auf die Perspektiven der Betroffenen. Eine verantwortungsvolle Auslegung benennt Unrecht, widerspricht patriarchalen Deutungen und eröffnet Räume für Schutz, Heilung und Widerständigkeit.
HINTERGRUND
Bewusste Unterbrechung
Bild der Kirche Prignitz

Fasten ist mehr als Verzicht. Die Passionszeit lädt dazu ein, innezuhalten und neu zu fragen, was wirklich trägt – im eigenen Leben, im Glauben und im gesellschaftlichen Miteinander. Warum diese Zeit heute besondere Aktualität hat.

STIMME AUS DER EKBO
Zwei Jahre ForuM-Studie – Erfahrungen aus der Praxis
Pfarrerin Anna-Franziska Pich

„Prävention bedeutet für mich: genau hinschauen, Verantwortung übernehmen und dranbleiben – auch wenn es anspruchsvoll ist.“
– Monika Weber, kreiskirchliche Beauftragte für Prävention, Kirchenkreis Berlin Stadtmitte
Zwei Jahre nach der ForuM-Studie zieht Monika Weber eine praxisnahe Bilanz. Sie beschreibt, was sich in Prävention, Risikoanalyse und Aufarbeitung verändert hat, wo Grenzen spürbar werden – und warum eine Kultur des Hinschauens dauerhaft Teil kirchlicher Praxis bleiben muss.
TIPPS
Unsere Favoriten zum Jahresbeginn
Bild von Roger Paletti
Rundfunkgottesdienst aus der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche
zur Berlinale 2026

Bewegte Bilder in bewegenden Zeiten
Am 15. Februar 2026, 10–11 Uhr lädt der Rundfunkgottesdienst zur Berlinale aus der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche dazu ein, Kino und Kirche miteinander ins Gespräch zu bringen. Zwischen Leinwand und Kanzel geht es um Sinnsuche, Schuld, Scheitern und die große Sehnsucht nach gelingendem Leben – und um die Frage, welche Bilder wir uns von Gott machen. Die Predigt hält Julia Helmke, Filmliebhaberin und erfahrene Jurorin internationaler Filmfestivals. Zu hören live auf radio3 rbb.
Link zur ökumenischer Aschermittwoch
18.02.2026, 18:00 Uhr – Ökumenischer Aschermittwoch der Künstler:innen – St. Matthäus-Kirche, Matthäikirchplatz, 10785 Berlin
Asche, Kunst und Besinnung zum Beginn der Passionszeit.
Ökumenische Vesper mit Austeilung des Aschekreuzes und Künstlerrede von Simon Strauß zur Ausstellung »Parochet« von Benyamin Reich.
Link zur Gottesdienstreihe
Gottesdienstreihe in der Passionszeit 2026 (Prignitz)

Unter dem Titel „…und die Sonne verlor ihren Schein“ lädt der Kirchenkreis Prignitz in der Passionszeit zu einer besonderen Gottesdienstreihe ein. An sieben Orten werden existenzielle Themen wie Erschöpfung, Verlust, Schuld und Hoffnung aufgegriffen – mit Predigten, Gesprächen und Raum für Stille, Vertrauen und neues Aufatmen. Auftakt ist am 18. Februar 2026 in Bad Wilsnack.
Link zu Wehrpflicht & Frieden
Wehrpflicht & Frieden – Lasst uns reden – Gesprächsabend zur aktuellen Debatte um Sicherheit, Gewissen und christliches Friedensverständnis mit Anna-Nicole Heinrich, Präses der Synode der Evangelische Kirche in Deutschland, und Johannes Varwick, Politikwissenschaftler – 26. Februar 2026, 19 Uhr in der Gethsemanekirche, Berlin.
Link zum Beitrag
Frauen im geteilten Deutschland – Ausstellung zu Lebensrealitäten von Frauen in Ost und West, eröffnet mit Podiumsgespräch u. a. mit Christine Gerbich, Leiterin des Museum Utopie und Alltag, Ruth Misselwitz, Pfarrerin und Friedensaktivistin, sowie Elisabeth Raiser, Historikerin und Linguistin – Eröffnung: 13. Februar 2026, Gemeindezentrum Eisenhüttenstadt. Ausstellung bis 3. Juli 2026.
„Du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft.“
– 5. Mose 6,5
Monatsspruch Februar

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